elektroauto-tipp.de

FAHRZEUG-LISTE  ·  HERSTELLER-LISTE  ·  ELEKTROAUTO-HÄNDLER
  Ihr Benutzerkonto  ·  Gästebuch  ·  Forum  ·  Suche  ·  Downloads  ·  Veranstaltungskalender
Link-Datenbank  ·  Kleinanzeigen  ·  Bilder  ·  Impressum  ·  Kontakt
  Login oder registrieren

  Inhalt
icon_home.gif Home
icon_poll.gif Batterien
petitrond.gif Grundlagen
petitrond.gif Lithium-Ion
petitrond.gif Nickel-MeH
petitrond.gif Nickel-Cadmium
petitrond.gif Blei-Säure
petitrond.gif weitere Batterien
petitrond.gif für EV / HEV
petitrond.gif Batteriegeschichte
petitrond.gif Parameter
petitrond.gif Spezialbatterien
petitrond.gif Akku-Rückruf
petitrond.gif Akku-Pflege
icon_poll.gif Elektroautos
petitrond.gif Fahrzeugliste
petitrond.gif Herstellerliste
petitrond.gif Händlerliste
petitrond.gif Fahrberichte
petitrond.gif EV / HEV Kaufen
petitrond.gif EV Geschichte
petitrond.gif Antriebstechnik
petitrond.gif Hybridtechnik
petitrond.gif Artikelsammlung
icon_poll.gif Brennstoffzellen
petitrond.gif Grundlagen
petitrond.gif Typen
petitrond.gif Geschichte
petitrond.gif BZ-Liste
petitrond.gif BZ Deutschland
petitrond.gif BZ Japan
petitrond.gif BZ UK
newspaper.gif Allgemeines
petitrond.gif Buchempfehlungen
petitrond.gif Bildersammlung

Elektroauto Geschichte

Verdrängung







Die Verdrängung der Elektroautos


1911 entwickelte Charles F. Kettering Gazoline einen Anlasser für Verbrennungsmotoren. Bis zu diesem Zeitpunkt mussten Autos mit Benzinmotoren noch angekurbelt werden. Henry und Clemens Studebaker begannen mit dem Bau von Automobilen im Jahre 1852 und entschieden sich 1902 für den elektrischen Antrieb. Ca. 6 Jahre später wechselten sie allerdings wieder zu Verbrennungsmotoren, da einige ungelöste Probleme und Schwierigkeiten die Produktion und den Verkauf erschwerten.
Von Anfang an waren eigentlich die Vorteile von Elektroautos nicht zu übersehen. Nahezu lautloser und abgasfreier Betrieb machten das Elektroauto bestens geeignet für den Stadtbetrieb. Außerdem war es einfach zu steuern. Aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Benzin-Tankstellen (und der Tatsache, daß Benzin zu dieser Zeit extrem billig war), der Weiterentwicklung der Verbrennungsmotoren, der Erfindung des Anlassers und zuletzt auch der Laune der Kunden, die sich von einem lauten und kraftvoll erscheinenden Benziner einfach mehr Prestige versprachen, begann der Elektroautomarkt an Anteilen zu verlieren. Als den Hauptnachteil der Elektroautos dieser Zeit muß man die Batterie nennen. Der Blei-Akkumulator wurde zwar stetig weiterentwickelt, z.B. von Faure, Brush, Volckmar, Swan, Sellon, Correns, Bersey und anderen. Die bedeutendsten Probleme waren jedoch ungelöst: der Elektrolyt war nun einmal korrosive Schwefelsäure und im Falle eines Lecks wurden Fahrzeugteile korrodiert und Schwefelsäure-Dämpfe traten aus. Die Batterien alterten auch wenn sie nicht in Benutzung waren und mussten in der Regel nach 2 Jahren ausgetauscht werden. Außerdem waren sie sehr schwer und so hatten Elektroautos immense Schwierigkeiten mit ansteigenden Straßen. Auch die Temperatur hatte einen großen Einfluß auf die Leistungsfähigkeit des Akkumulators.

1900 erfand Thomas Edison einen komplett neuen Akkumulator-Typen. Schon nach 4 Jahren war er in der Lage, diesen Akkumulator in Serie herzustellen. Er basierte auf einer neuen Kombination von Elementen, Alkali-Nickel, mit einem nicht korrosiven Elektrolyten (KOH). Er erhoffte sich, damit das Problem der Elektroautos gelöst zu haben. Die Zellen waren viel leichter, produzierten allerdings nur 1,2 V und nicht 1,5 V, wie der Blei-Akkumulator. Damit waren mehr Zellen nötig um die gleiche Leistung zu erbringen. Edison stoppte die Produktion, als Probleme mit Spannungsabfällen und undichten Zellen bekannt wurden. Er nahm die Batterie vom Markt, um sie weiterzuentwickeln. Nach weiteren 5 Jahren hatte er eine verbesserte Variante. Allerdings war es zu diesem Zeitpunkt schon zu spät, das Elektroauto wiederzubeleben. Der elektrische Antrieb konnte mit der Geschwindigkeit, Leistung, Preis und Reichweite des Verbrennungsmotors nicht mehr mithalten.
Eine weitere Schwierigkeit war in der elektrischen Infrastruktur zu sehen. Elektrische Anschlüsse waren noch nicht selbstverständlich zu dieser Zeit und vor allem auch die Standardisierung war noch nicht vorangeschritten. Einige Elektrizitätswerke produzierten Gleichstrom (favorisiert von Edison) andere Wechselstrom (unterstützt von Westinghouse und Tesla). Es war also nicht möglich, sein Elektroauto an jeder Steckdose zu laden, so man eine fand.
Im Jahre 1910 hatte sich die Öffentlichkeit bereits für das Verbrennungsauto entschieden und begann sich an Lärm und Abgase zu gewöhnen. Der Klang eines Verbrennungsmotors wurde ein Zeichen für Kraft, Prestige und Fortschritt. Die Straßennetze wurden ausgebaut, immer mehr Tankstellen waren verfügbar, womit der Wunsch nach längeren und schnelleren Reisen erwuchs. Die Entdeckung immer neuer Ölquellen in Texas reduzierte den Benzin-Preis weiter. Henry Ford begann mit der Massenproduktion von Verbrennungsautos was zu einem Preis von ca. $500 bis $1000 führte. Elektroautos waren in diesen Jahren nicht unter $1750 zu haben.
Vom Standpunkt der Umweltverträglichkeit erschien vielen das Verbrennungsauto so schlecht nicht zu sein. Zumindest im Vergleich zum Pferdekot, der ein seriöses Problem in den Städten war. Der stank, wenn noch frisch, zog Krankheiten übertragende Fliegen an und erzeugte einen feinen Staub wenn er getrocknet war, was bei vielen zu Erkrankungen der Atemwege und Augenreizungen führte. Aber es gab zu dieser Zeit eben noch keinen Smog und so gut wie keine Umweltbewusstsein.
1905 betrug der Anteil an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren schon 86% und das einige Jahre bevor der Anlasser entwickelt wurde. 1913 wurde die erste Tankstelle gebaut, was zu einem regelrechten "Tankstellen-Boom" führte und das lange Zeit bevor an ein halbwegs dichtes Elektrizitätsnetz zu denken war. Man kann die Ursache für das Scheitern des Elektroautos zu dieser Zeit also nicht nur auf fehlende Leistung und Reichweite sowie die Erfindung des Anlassers reduzieren.









Diese Webseite basiert auf pragmaMx 0.1.10.

Firmen- und Produktnamen sind eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Hersteller und werden ohne Gewährleistung einer freien Verwendung benutzt.
Alle Logos und Handelsmarken sind Eigentum ihrer gesetzlichen Besitzer. Die Artikel und Kommentare sowie Forenbeiträge sind Eigentum der Autoren, der Rest © 1997 - 2011 by elektroauto-tipp.de

Tags: