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Ingenieure wollen Elektroautos den Stecker ziehen

12.08.2010 von Wilfried Eckl-Dorna (Wirtschaftswoche)

Wo kann ich mein Auto zum Tanken parken? Diese Frage werden sich Elektroauto-Fahrer bald in Massen stellen. Wirklich innovative Antworten haben die Elektroauto-Hersteller und Energiekonzerne nicht parat. Dabei entwickeln Ingenieure längst Ladekonzepte, die vollständig auf Stecker verzichten.


Ob Tesla Roadster, E-Mini oder die Testflotte von Elektro-Smarts: Die ersten Elektroautos rollen bereits über deutsche Straßen. Im Dunklen bleibt aber, wo - und vor allem wie - die Fahrzeuge geladen werden. In der Garage? An öffentlichen Zapfstationen? Mit Schuko- oder Spezialstecker?

Der Knackpunkt für alle rein elektrisch betriebenen Autos ist die Energieversorgung. Bislang bleibt dabei aber vieles im Dunklen. Nun gut, der Energieversorger RWE hat bereits in vielen deutschen Städten Ladestationen errichtet. Doch ein paar ganz wesentliche Fragen sind noch nicht endgültig geklärt. Etwa, welchen Stecker Elektroautos europaweit bekommen sollen. Die deutschen Hersteller haben sich zwar auf einen mehrpoligen Stecker des Mittelständlers Mennekes geeinigt, erklärte Audi-Entwicklungschef Michael Dick vor gut einer Woche der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung”. Doch in Frankreich und Italien gebe es noch „leicht abweichende Vorstellungen”, meinte er.

Offen ist auch noch, ob die Steuerungselektronik für den Ladevorgang im Auto eingebaut wird oder Teil der Strom-Zapfsäule sein soll. Dafür soll innerhalb von zwei Monaten eine gemeinsame Lösung gefunden werden, sagte Dick. Der derzeitige Status quo ist also so, als ob es in verschiedenen Ländern unterschiedliche Tankstutzen gäbe. Ein paar Monate vor der Serienproduktion der ersten Elektroautos klingt das nicht gerade beruhigend.

Zudem sind die Elektroauto-Stecker alles andere als komfortabel. Ich hatte ein solches Ladekabel einmal auf einer Messe in der Hand: Bei einer Länge von 3 Metern wiegt es gut und gerne fünf Kilogramm. Der Stecker am Ende ist groß und unhandlich. Und einige Fachleute warnen davor, dass einige Sicherheitsfragen noch ungelöst sind. So könnten bei unsachgemäßer Handhabung etwa beim Tanken im Regen oder bei Schnee und Eis Stromschläge möglich sein.

Ladespur und Taxi-Ladestände

Ingenieure basteln deshalb an deutlich praktischeren Lösungen. So erprobt die Firma WBT Datensysteme ein induktives Ladesystem, dass ähnlich wie das Laden einer elektrischen Zahnbürste funktioniert. Eine im Boden eingelassene, eineinhalb Quadratmeter große Metallplatte dient dabei als Ladegerät, im Boden der Versuchs-Elektroautos ist ein Stromabnehmer eingebaut. Bis zu 15 Zentimeter kann der Abstand zwischen Auto und Ladeplatte betragen. Eine eingebaute Elektronik übermittelt Ladekenndaten - der Strom fließt also nur, wenn das passende Auto darüber parkt. Die Steckdose bleibt dem Elektroauto natürlich erhalten, die drahtlose Ladevorrichtung ist ein Zusatz. Doch es gibt natürlich einen Haken: Das System kostet rund 2000 Euro pro Platte und Auto - das dürfte die Kosten von E-Mobilen nochmals nach oben treiben.

Ganz ähnlich funktioniert die Idee der Ingenieursgemeinschaft Auto und Verkehr (IAV), die für Autohersteller wie VW an Elektronik, Antriebssträngen und Fahrzeugentwicklung arbeitet. Die IAV will Induktionsspulen unter ganzen Fahrbahnen verlegen lassen. Eine Anwendung wären etwa Ladespuren an Ständen für Elektro-Taxis. Doch die Idee der IAV geht sogar noch weiter: Elektroautos könnten ihre Akkus drahtlos während der Fahrt auf eigenen Autobahn-Ladespuren auffüllen - wenn auch bei verringerter Fahrgeschwindigkeit. Ist die Batterie geladen, können sie wieder auf die Überholspur wechseln  (ein Video dazu finden Sie hier).

Die Idee mit den Ladespuren mag aufs erste utopisch klingen - doch sie ist längst praxistauglich. Der deutsche

Energiesystem-Spezialist Conductix-Wampfler hat im Jahr 2003 in Turin und Genua ein drahtloses Ladesystem für 23 Elektrobusse installiert. Die Ladestationen, die direkt in den Asphalt eingelassen sind, erkennen die Busse automatisch und laden sie dann induktiv auf - eine Lösung, die Missbrauch ebenso ausschließt wie mögliche Stromstöße bei schlechtem Wetter.

Doch bisher hört man über solche komfortablen Lösungen bei den Autoherstellern wenig. Einzig BMW probiert das induktive Laden gemeinsam mit RWE bei seinem E-Mini-Feldversuch in München aus. Mag sein, dass Elektroautohersteller die zusätzlichen Kosten für solche Systeme scheuen - die Akkus sind ja ohnedies teuer genug. Doch für den Massenmarkt zählt ein möglichst hoher Komfort. Und gerade Frauen werden sich vermutlich mit den schweren, unhandlichen Ladekabeln nicht anfreunden können. Dass die Autobauer die so wichtige Ladefrage derzeit links liegen, könnte sich bei den künftigen Verkaufszahlen bitter rächen.



Publiziert am: Sonntag, 15. August 2010 (8846 mal gelesen)
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