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Hybridauto - Was ist dran am Hybrid? (Beitrag WDR Q21 vom 19.10.2004)

Hybridauto - Was ist dran am Hybrid?

Erstmalig seit 1996 ist kein deutsches Auto mehr aus Platz eins der VCD (Verkehrsclub Deutschland e. V.) - Umweltliste. Die umweltfreundlichsten Autos kommen mittlerweile aus Japan: gleich zwei Japaner führen die Liste an. Auf Platz 1: der Toyota Prius, ein Mittelklassewagen mit Hybridantrieb. Auf Platz 2: ein Daihatsu. Und erst auf Platz 3 ein deutsches Auto: ein Opel Corsa.
Für den VCD bedeutet umweltfreundlich übrigens: wenig Spritverbrauch, wenig Lärm und möglichst wenig Abgase (CO2). Bewertet werden ausschließlich Autos, die in Serie produziert werden; also auch gekauft werden können.

Was ist ein Hybridmotor?

Ein Auto mit Hybridantrieb hat immer zwei Motoren: jeweils einen Benzinmotor und einen Elektromotor. Manche Hersteller experimentieren auch mit anderen Doppelmotoren, beispielsweise einer Kombination aus Diesel- und Elektromotor.
Die Idee dahinter ist einfach: nicht jeder Motor kann alles gleich gut. So fährt ein Hybrid beispielweise auf der Autobahn mit Benzin. Dabei entsteht überschüssige Energie und die lädt unterdessen den Elektromotor auf.
Im Stadtverkehr, bei Stop und Go, schaltet das Auto von allein auf Antrieb durch den Elektromotor um. Dabei entstehen keine Schadstoffe, das Auto fährt sehr leise und verbraucht kein Benzin.
Durch diese Kombination erreicht zum Beispiel der Prius, einen Benzinverbrauch von unter 5 Litern. An die Steckdose muss das Auto nicht: der Elektromotor lädt sich beim Fahren selbständig auf.

Hat die deutsche Autoindustrie gepennt?

Die Idee des Hybridmotors ist nicht neu. Schon in den ersten Tagen des Automobils, Anfang des 20. Jahrhunderts, fuhren Autos mit Hybridantrieb. Doch der Ottomotor setzte sich durch; der Hybridantrieb blieb ein Exot, der jedoch auch in Deutschland nie ganz vergessen wurde. Universitäten und private Forschungseinrichtungen haben immer mal wieder mit Hybrid experimentiert, wie auch fast alle deutschen Autokonzerne: VW schon in den 80ern; der Konzern zeigte auch in diesem Jahr wieder ein solches Auto auf einer Ausstellung; Audi in den 90ern. BMW ist jetzt gerade dabei, einen Hybridmotor zur Serienreife zu entwickeln.Doch trotz aller Forschung: öffentlich haben sich die deutschen Autohersteller lange gegen den Hybridmotor ausgesprochen und dafür drei Argumente ins Feld geführt. Erstens: Autos mit Hybridmotor sind letztlich immer noch auf fossile Brennstoffe angewiesen. Als echte Zukunftsvisionen gelten dagegen Antriebsarten wie reine Elektromotoren. Zweitens: Hybridmotoren hätten zu viel Technik und seien somit fehleranfällig. Und drittens: der doppelte Motor macht ein Auto mit Hybridantrieb schwerer. Das widerspricht der gängigen Meinung, dass Autos vor allem leichter werden müssen, um Sprit zu sparen. Und so blieb es in Deutschland bei Laborversuchen; bislang brachte kein Hersteller den Hybridmotor auf den Markt.

Deutsche "Öko - Autos" der Vergangenheit

Die europäische Lösung für Autos mit niedrigem Spritverbrauch hieß bis in die 90er Jahre vor allem "Diesel". Denn Dieselmotoren verbrauchen im allgemeinen weniger als Benziner. Doch in den letzten Jahren stellte sich heraus, dass Dieselmotoren umwelt- und gesundheitsschädliche Rußpartikel ausstoßen - sie verursachen u.a. Krebs.
Die Lösung des Problems: ein Rußpartikelfilter, wie ihn der französische Hersteller Peugeot mittlerweile in rund 80 Prozent seiner Autos mit Dieselmotor einbaut - ohne gesetzlichen Zwang. Die deutsche Autoindustrie dagegen blockierte die Partikelfilter lange Zeit - sie sind bei uns bis heute meist eine teure Zusatzleistung.
In den 90er Jahren kamen zusätzlich die sogenannten 3-Liter-Autos auf den Markt: allen voran der "Öko-Lupo" von VW und der 3-Liter Audi. Beide Autos erreichten den niedrigen Spritverbrauch vor allem durch Gewichtsreduzierung. Das hieß für den Kunden: viel Geld für wenig Auto. Verzicht für die Umwelt - diese Rechnung ging nicht auf, die 3-Liter-Autos haben sich nicht durchgesetzt. Der Audi wird in gut einem Jahr vom Markt genommen. Und vom Öko-Lupo wurden in Deutschland pro Jahr nur etwa 500 Stück verkauft.

Hybrid - in den USA Symbol für einen Politikwandel

Seit etwa 15 Jahren experimentiert Toyota mit dem Hybridmotor. Denn der Hersteller verkauft den größten Teil seiner Autos nicht in Europa, sondern in den USA und Asien - dort sind Dieselmotoren weitgehend unbekannt. Demzufolge bot sich dort eine echte Chance für alternative, umweltfreundliche Technologien. Und wie das immer so ist: ein bisschen Glück gehört zum Erfolg dazu. Seit gut einem Jahr avancierten Öko-Autos nämlich in den USA zum Symbol für einen gewünschten Politikwandel: Wer gegen Bushs Ölpolitik ist und für die Demokraten, der fährt ein sogenanntes "Green-Car." Zur letzten Oscar-Verleihung erschienen Leonardo DiCaprio, Cameron Diaz, Harrison Ford und Sting mit dem Toyota Prius; in Deutschland fährt ihn beispielsweise die ehemalige Greenpeace -TV Moderatorin Sandra Maischberger. Das bringt dem Prius Sympathien.
Auch wenn der Hybridmotor sicher nicht die finale Lösung ist auf dem Weg zum Antrieb der Zukunft - im Moment hat er in Sachen Umwelt die Nase vorn.


Autorin: Christina Krätzig

Publiziert am: Freitag, 22. Dezember 2006 (10028 mal gelesen)
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