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Toyota Prius

Fahrbericht www.auto-test-und-technik.de

Bei Benzinpreisen um die 1,20 Euro pro Liter ist der Hybrid-Antrieb, den Toyota für die zweite Generation Prius weiterentwickelt hat, eine ernst zu nehmende Alternative. Das funktioniert so: Der Prius arbeitet mit einem Benzinmotor (78 PS) und einem 500-Volt-Elektromotor (68 PS) - und ist damit eines der modernsten und innovativsten Energiesparauto das man zur Zeit kaufen kann.

Als Vorreiter der serienmäßigen Hybridfahrzeuge wurde die erste Generation des Prius international weitestgehend ignoriert – was laut Toyota auch an der gewöhnungsbedürftigen Form lag. Wer beim aktuellen Prius nun aber einen schnittigen Flitzer erwartete, wird wiederum enttäuscht sein: Die stark an den Audi A2 erinnernde Karosserie zeigt schon von außen, das der Prius ein reines Vernunftauto ist. Schade, so verschenkt man Chancen.

Keine Ecken, keine Kanten

Das Design des Prius wurde optimiert für minimalen Luftwiderstands - also: keine Ecken, keine Kanten. Über Geschmack lässt sich gewiß streiten. Aber warum wurde das Hybrid-Konzept nicht in einem erfolgeichen Auto wie dem Toyota Corolla umgesetzt?
Im Innenraum des Prius setzt sich der äußere Eindruck fort - kaltes, glattes Plastik ohne Stilanmutung, obwohl Materialien und Verarbeitungsqualität einen guten Eindruck machen. Als einzigen Fixpunkt findet das Auge lediglich die Touch-Screen in der Mittelkonsole, die übersichtlich alle Informationen über das Fahrzeug anbietet. Die Animation vom Zusammenspiel des Elektro- und Benzinmotors nach dem Starten ist ein Hingucker - und ziemlich sinnlos. Viel besser dagegen: Sämtliche Funktionen laufen ebenfalls über die Touch-Screen – Navigationssystem, Soundsystem, Klimaautomatik, Fehlerdiagnose. Viel zu klein und an absolut ungewohnter Stelle unterhalb der Frontscheibe dagegen die Digital-Anzeigen für Geschwindigkeit, Tankinhalt & Co. Auch die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig, prinzipiell aber logisch. Die Integration der Bedienelemente für Klima, Tempomat, Sound und Telefon in das serienmäßige Multifunktionslenkrad ist gut gelöst.

Ready? Go.

Bei einer Karosseriehöhe von 1,49 Metern sollte genügend Kopffreiheit auch für große Fahrer vorhanden sein – aber weit gefehlt: Schon für Fahrer ab 1,80 Meter muss der Fahrersitz maximal tief gelegt werden um den Kontakt zum Dachhimmel zu vermeiden. Hinten ist allenfalls für Menschen bis 1,70 Meter Platz - da macht auch die üppige Kniefreiheit im Fond nicht richtig glücklich.

Die Übersichtlichkeit nach hinten leidet unter der optimierten Aerodynamik, der Heckspoiler versperrt die Sicht durch den Innenrückspiegel. Die zwei Handschuhfächer, Türablagen und das große Staufach unter der Mittelarmlehne zwischen den Vordersitzen werden von einem 408 Liter großen Kofferraum ergänzt. Klappt man die asymmetrisch geteilte Lehne der Rückbank vor, kann man bis zu 1.210 Liter Fracht verstauen.

Nach dem Druck auf den mit Startknopf - passend zu einem Elektroauto beschriftet mit "Power" - passiert erst einmal gar nichts: Im Anzeigenfeld unter der Frontscheibe glimmt nur ein "READY" auf. Erst wenn man den Joystick rechts vom Lenkrad auf D stellt und auf das Gaspedal tritt, wird der Prius fast geräuschlos, zögerungsfrei und vehement von den 400 Newtonmetern des Elektromotors angeschoben - zumindest solange die Akkus genügend Strom liefern und der Benzinmotor bereit ist. Bei Stopps, die länger als drei Sekunden dauern, wird der Benzinmotor grundsätzlich abgeschaltet. Maximal sind elektrisch 45 Kilometern pro Stunde drin. Die maximale Reichweite bei dieser Geschwindigkeit sind zwei Kilometer. Das klingt nicht viel. Jedoch sind im städtischen Stop-and-go fast 10 Kilometer zu erreichen – immerhin eine halbe Stunde Fahrzeit.

Energiemix

Sobald der Ladezustand der Batterien unter ein Viertel sinkt, schaltet sich selbsttätig der Benzinmotor zu und lädt nebenbei die Akkus auf. Rückwärts fährt der Prius immer elektrisch. Erst bei mehr als 45 km/h oder wenn die Akkus leer sind, wird der 1,5 Liter große Benzinmotor zugeschaltet. Der erhöht das maximale Drehmoment dann auf 478 Nm – im Zusammenspiel mit dem Planetengetriebe wird der Prius ruckelfrei in 10,9 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Bei Tempo 170 ist Schluss.

Unspektakulär sind die Fahreigenschaften des Toyota Prius. Die Kurvengeschwindigkeit ist trotz der hoppeligen Stoßdämpferabstimmung erstaunlich hoch, weniger gut dagegen der schlechte Geradeauslauf und die elektromechanische Lenkung. Gekoppelt mit dem elektronischen Stabilitätsprogramm VSC soll die elektronisch gesteuerte Servolenkung nötige Kurskorrekturen bei instabilem Auto durch starke Veränderung der Servounterstützung erleichtern. Man braucht einige Kilometer um sich an die elektrohydraulische Bremsanlage mit zu wenig Rückmeldung zu gewöhnen.

Gutes Gewissen inbegriffen

Das Ganze heißt dann "drive by wire system", ist gut programmiert und steuert im Prius nahezu alles elektronisch: Lenken, Bremsen, Gasgeben und das Schalten der stufenlosen Automatik – ziemlich futuristisch. Weshalb der Kunde dann auf mittlerweile einfache Dinge wie Regen- und Lichtsensor verzichten muss, ist absolut unverständlich.

Der Testverbrauch des Ökomobils lag mit 5,4 Litern auf 100 Kilometern zwar deutlich über der Werksangabe von 4,3 l/100km - jedoch fährt man dank der niedrigen Abgaswerte trotzdem mit gutem Gewissen. Die unterschreiten sämtliche Grenzwerte deutlich, da der Benzinmotor durch das Planetengetriebe im Bereich des besten Wirkungsgrades laufen kann. Die bei starker Beschleunigung fast konstante Drehzahl ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Der Prius kostet als "Sol" ab 23.900 Euro - mit ESP, Traktionskontrolle, CD-Radio, höhenverstellbarem Fahrersitz, Multifunktionslenkrad, Zentralverriegelung und Klimaautomatik. Ab 25.400 Euro ist der Prius "Executive" mit Nebelscheinwerfern, CD-Wechsler, JBL-Soundsystem und Tempomat zu haben. Eine Einparkhilfe ist aufpreispflichtig (262 Euro), die DVD-Navigation mit Bluetooth-Kopplung für Mobiltelefone mit 2.400 Euro Aufpreis teuer.

In Deutschland kann man mit ökologischem Denken beim Nachbarn nur wenig Eindruck schinden - eher mit Motorleistung oder Image. Zudem wird der Kauf eines Prius vom Staat nicht gefördert - im Gegensatz zu den Niederlanden.

Publiziert am: Freitag, 22. Dezember 2006 (11887 mal gelesen)
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