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Honda IMA

Bericht Spiegel Online

Jäger und Sammler
Von Jürgen Pander

In diesem Auto fängt man noch mal ganz von vorne an, als Jäger und Sammler. Das funktioniert folgendermaßen: Als Jäger gibt man Gas, und weil der 1,3-Liter-Vierzylinder alleine nur mäßig muskulös ist, schaltet sich ein Starkstrom-Elektromotor dazu, was in einem speziellen Instrument im Cockpit durch einen blauen Balken angezeigt wird. Je länger das blaue Signal, desto mehr elektrische Energie wird "zum Jagen" eingesetzt. Als Sammler geschieht genau das Gegenteil. Man nimmt, zum Beispiel auf einer Gefällstrecke oder rechtzeitig vor einer roten Ampel, den Fuß vom Gaspedal, und schon wächst auf der Anzeige ein grüner Balken in die andere Richtung. Jetzt lädt der kleine Vierzylinder mittels eines Generators die Batterie auf. Der vorhandene Schwung wird als elektrische Energie "eingesammelt".

Jäger und Sammler - nach diesem Prinzip funktioniert die Antriebstechnik des Honda Civic IMA, wobei das Kürzel für Integrated Motor Assist steht. Das Tolle an diesem Hybrid-Auto ist, dass es sich fährt wie jedes andere Auto auch. Mit einer Ausnahme: der Civic IMA verbraucht rund 30 Prozent weniger Benzin als ein konventionell motorisiertes Modell. Der Bordcomputer unseres Testmodells errechnete 5,6 Liter als Durchschnittsverbrauch nach einer recht flotten Fahrt über bergige Landstraßen im Rheingau.

Natürlich ist der Civic IMA kein Sportwagen - ebenso wenig aber ist das Auto untermotorisiert. Im Gegenteil: Weil der Elektromotor, der direkt auf der Kurbelwelle sitzt, bereits bei niedrigen Drehzahlen ordentlich Kraft entwickelt, wirkt der Wagen ausgesprochen agil. Das maximale Drehmoment von 159 Nm liegt schon bei 1000 Touren an. Der Benziner allein bringt es lediglich auf ein Drehmoment von 119 Nm - bei 3300 Umdrehungen pro Minute. Schon das zeigt, wie geschickt die Honda-Ingenieure das lediglich 9 PS starke Elektroaggregat integriert haben.

Wird der Zündschlüssel gedreht, startet der Elektromotor den Benziner, weshalb der Civic IMA ohne herkömmlichen Anlasser und Lichtmaschine auskommt. Dafür sind in der Rückenlehne der Fondsitze ein Steuergerät, ein Spannungswandler und eine Nickel-Metall-Hydrid-Batterie von Panasonic verstaut. Immer, wenn das Auto anfährt oder beschleunigt, schaltet das Steuergerät den Elektromotor zu. Beim gleichmäßigen Fahren übernimmt allein der Benziner den Vortrieb, während im Schubbetrieb der Elektromotor als Generator fungiert und die Batterie auflädt. Damit dies möglichst wirkungsvoll geschieht, werden, sobald das Gaspedal nicht mehr getreten ist, drei der vier Zylinder abgeschaltet. So kann ein Maximum an Bremsenergie für die Batterieaufladung genutzt werden.

Die Elektronik ist so programmiert, dass sich die Batterie niemals ganz entlädt. Fällt die Spannung unter ein gewisses Minimum, wird einerseits der Elektromotor einfach nicht mehr zugeschaltet und die Batterie auch bei normaler Fahrt wieder aufgeladen. Beim ständigen Auf und Ab während unserer Testrunde zeigte sich: Das System funktioniert tadellos. Übrigens auch die automatische Motorabschaltung, sobald der Wagen steht. Ist die Kupplung getreten und wird ein Gang eingelegt, wirft der Elektromotor den Benziner augenblicklich wieder an und die Fahrt kann fortgesetzt werden.

Während deutsche Hersteller ihre Abstinenz bei der Hybrid-Technik überheblich mit "Package- und Gewichts-Nachteilen" begründen, ist Honda längst einen Schritt weiter. Das insgesamt kaum 50 Kilogramm schwere IMA-System benötigt praktisch keinen Extra-Platz, das Kofferraumvolumen ist mit 341 Liter bis auf wenige Liter identisch mit der normalen Civic Limousine, die allerdings in Deutschland nicht angeboten wird. In den USA hat Honda bereits 17.000 Civic IMA verkauft, in Großbritannien seit der Markteinführung im Mai 390 Exemplare. Dort vor allem im Großraum London, denn er ist eines der ganz wenigen Fahrzeuge, die von der City-Maut in der britischen Hauptstadt befreit sind.

In Deutschland wird das Auto ab 17. Januar bei ausgewählten Händlern stehen. Honda plant bescheiden mit 200 Autos im ersten Jahr. "Wir stehen nicht unter Druck", sagt Unternehmenssprecher Alexander Heintzel. "An so ein Konzept müssen die Kunden Schritt für Schritt herangeführt werden." Jedenfalls wollen die Japaner in Zukunft noch weitere Modelle und Benzinmotoren mit dem IMA-System sparsamer, schadstoffärmer und damit insgesamt intelligenter machen. Heintzel: "Für uns ist die Hybrid-Technik viel wichtiger und zukunftsfähiger als der Diesel."

Fahrzeugschein
Hersteller Honda
Typ Civic IMA
Karosserie Limousine
Motor Vierzylinder-Benziner und Elektromotor
Hubraum 1339 ccm
Leistung Benziner 83 PS/61 kW
Leistung Elektromotor 9 PS/6,5 kW
Drehmoment 159 Nm(Benzin + Elektromotor)
Von 0 auf 100 km/h circa 12 s
Höchstgeschwindigkeit 177 km/h
Durchschnittsverbrauch 4,9 Liter
Kofferraumvolumen 341 Liter
Preis 21.900 Euro

Publiziert am: Freitag, 22. Dezember 2006 (13332 mal gelesen)
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